Was ist Mankeeping – und wie können Paare wieder ins Gleichgewicht finden?
- Manfred Heiber
- 9 Min. Lesezeit
Vielleicht haben Sie schon einmal das Gefühl gehabt, dass in Ihrer Beziehung das Mankeeping auf Ihren Schultern lastet. Ähnlich wie beim Housekeeping geht es dabei um eine Form unsichtbarer Arbeit, nur dass es hier nicht um den Haushalt, sondern um die emotionale und soziale Pflege der Partnerschaft geht.
Der Begriff wurde 2024 von der Psychologin Angelica Puzio Ferrara von der Stanford University gemeinsam mit Dylan P. Vergara in einer wissenschaftlichen Publikation geprägt. Per Definition ist Mankeeping das Management der Beziehung: Gespräche über Probleme anstoßen, gemeinsame Freundschaften pflegen oder soziale Aktivitäten planen. Diese emotionale Beziehungsarbeit übernehmen in heterosexuellen Beziehungen oft Frauen. Auf Dauer kann dieses Ungleichgewicht zu Erschöpfung, Frustration und Distanz führen.
In diesem Artikel schauen wir gemeinsam genauer hin: Was steckt hinter Mankeeping? Welche Ursachen und Folgen hat es? Und vor allem: Welche Wege gibt es, wieder mehr Balance in die Partnerschaft zu bringen?
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Mankeeping bedeutet die emotionale und soziale Beziehungsarbeit, die meist, aber nicht immer, von Frauen übernommen wird.
- Unterschied zu Mental Load: Während Mental Load oft organisatorisch ist, betrifft Mankeeping vor allem das emotionale und soziale Feld.
- Typische Aufgaben sind Gespräche anstoßen, soziale Kontakte pflegen und Aktivitäten planen.
- Die Folgen können sein Überlastung, Frustration und eine wachsende Distanz in der Partnerschaft.
- Ursachen liegen oft in traditionellen Rollenbildern und fehlender emotionaler Unterstützung.
- Nicht nur ein Frauenproblem: Auch Männer können betroffen sein, wenn sie die gesamte emotionale Verantwortung tragen.
- Wieder ins Gleichgewicht kommen können Paare durch bewusste Kommunikation, geteilte Verantwortung und professionelle Begleitung, etwa durch eine Paartherapie. Vereinbaren Sie hier einen Gesprächstermin mit Manfred Heiber
Ursachen und Hintergründe
Warum kommt es überhaupt zu Mankeeping? Der Begriff leitet sich vom Konzept des „Kinkeeping“ ab, das die Soziologin Carolyn Rosenthal bereits in den 1980er Jahren beschrieb. Kinkeeping bezeichnet die oft unsichtbare Arbeit, familiäre Beziehungen zu pflegen und den Zusammenhalt in der Familie aufrechtzuerhalten. Dazu gehört etwa, an alle Geburtstage zu denken, Familientreffen zu organisieren, Fotos von gemeinsamen Ereignissen zu machen oder dafür zu sorgen, dass alle Familienmitglieder in Kontakt bleiben.
Diese Rolle übernehmen traditionell meist Frauen. Mankeeping überträgt dieses Konzept auf die Paarbeziehung: Statt um die Familie geht es hier um die emotionale und soziale Betreuung des Partners.
Dahinter stehen verschiedene Faktoren, die sich gegenseitig verstärken können:
- Gesellschaftliche Rollenbilder: Über Jahrzehnte wurde Frauen die Verantwortung für Fürsorge, Kommunikation und soziale Organisation zugeschrieben. Auch wenn sich Rollenbilder wandeln, wirken diese Erwartungen unbewusst weiter.
- Mangelnde Männerfreundschaften: Eine US-amerikanische Studie zeigt einen dramatischen Wandel: Während Mitte der 1990er Jahre nur 3 Prozent der Männer angaben, keine engen Freunde zu haben, stieg diese Zahl bis 2021 auf 15 Prozent (Survey Center on American Life, 2021). Dadurch verlagert sich emotionale Unterstützung häufig auf die Partnerin.
- Normen von Männlichkeit: In vielen Kulturen wird Männern vermittelt, Gefühle nicht zu zeigen oder Schwäche zu vermeiden. Das führt dazu, dass sie seltener selbst Gespräche anstoßen und emotionale Verantwortung abgeben. Laut dem Einsamkeitsreport 2024 der Techniker Krankenkasse sprechen nur 22 Prozent der Männer über ihre Einsamkeitsgefühle, bei Frauen sind es 40 Prozent.
- Ungleich verteilte emotionale Arbeit: Eine Meta-Studie der Humboldt-Universität, University of Minnesota und Universität Amsterdam zeigt, dass Männer von festen Beziehungen gesundheitlich mehr profitieren als Frauen. Ein männlicher Partner bedeutet für viele Frauen weniger Unterstützung, sondern oft mehr unsichtbare Beziehungsarbeit.
- Fehlende Vorbilder: In den Familien vieler Paare haben Eltern oder Großeltern traditionelle Rollen gelebt. Ohne andere Modelle fällt es schwer, neue Wege auszuprobieren.
- Individuelle Persönlichkeitsfaktoren: Manche Menschen neigen stärker dazu, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte früh zu thematisieren oder soziale Kontakte zu pflegen. Andere ziehen sich eher zurück. In Kombination kann dies die Verteilung verstärken.
Diese Ursachen zeigen: Mankeeping ist kein individuelles Versagen, sondern ein Zusammenspiel von gesellschaftlichen Normen, persönlichen Prägungen und Beziehungsdynamiken. Paare können jedoch lernen, diese Muster zu erkennen und bewusst zu verändern.
Folgen und Belastungen von Mankeeping
Wenn Mankeeping dauerhaft einseitig verteilt ist, entstehen Belastungen, die das Fundament einer Beziehung schwächen können. Wer die emotionale Arbeit fast allein trägt, fühlt sich oft überfordert und nicht ausreichend gesehen.
In einer Befragung von Frauen gaben viele an, dass sie Dating oder Partnerschaften aufgaben, weil sie die Rolle der ständigen emotionalen Stütze nicht mehr tragen wollten (The Guardian, 2025). Das kann in ein Gefühl von Erschöpfung und innerem Rückzug münden. Manche Soziologen sprechen in diesem Zusammenhang von „Heterofatalism“, einem Gefühl der Erschöpfung und Enttäuschung in Bezug auf heterosexuelle Beziehungen, das besonders bei Frauen auftritt.
"In meiner Praxis sehe ich immer häufiger, wie aus einem zunächst kleinen Ungleichgewicht mit der Zeit eine tiefe Entfremdung werden kann. Paare erzählen dann, dass sie kaum noch miteinander reden, weil jede Unterhaltung als Vorwurf empfunden wird. An diesem Punkt spüren beide, wie wichtig es ist, die Verantwortung für die Beziehung wieder gemeinsam zu tragen."
– Manfred Heiber, systemischer Paartherapeut
Auch auf körperlicher Ebene können die Folgen spürbar sein: Schlafstörungen, innere Unruhe oder psychosomatische Beschwerden sind keine Seltenheit. Gleichzeitig kann die Frustration über die unausgeglichene Verantwortung in Konflikten eskalieren und die Partnerschaft auf eine harte Probe stellen.
Doch gerade hier liegt die Chance: Wer die Anzeichen erkennt und bereit ist, offen darüber zu sprechen, kann einen wichtigen Schritt zurück in Richtung Nähe und Verbundenheit gehen.
Die Spätfolge: Beziehungsmüdigkeit bei Frauen über 50
Ein besonders einschneidender Effekt zeigt sich bei Frauen über 50: Viele von ihnen haben nach jahrzehntelangen Mankeeping-Erfahrungen schlicht keine Lust mehr auf eine neue Partnerschaft. Sie haben so viel Energie in die emotionale Betreuung ihrer Partner investiert, dass der Gedanke an eine neue Beziehung eher Erschöpfung als Vorfreude auslöst.
Diese Frauen kommen zwar nicht als Paar in die Therapie, aber durchaus mit einem ambivalenten Wunsch: Einerseits sehnen sie sich nach Partnerschaft und Nähe, andererseits schrecken sie davor zurück, wieder in alte Muster zu verfallen. Die Frage „Will ich wirklich nochmal einen Mann erziehen müssen?“ steht unausgesprochen im Raum.
In der Beratung geht es dann oft darum, zunächst die alten Erfahrungen aufzuarbeiten und neue Beziehungsmuster zu entwickeln – mit klaren Grenzen und der Gewissheit, dass eine gleichberechtigte Partnerschaft möglich ist, in der beide Erwachsene Verantwortung für sich selbst und die Beziehung übernehmen.
Lösungsansätze und Gegenstrategien
Mankeeping muss kein Dauerzustand bleiben. Paare können lernen, die Verantwortung für emotionale Arbeit bewusster zu teilen. Eine hilfreiche Übersicht bietet folgende Tabelle:
| Ansatz | Beschreibung | Praktischer Nutzen |
|---|---|---|
| Offene Kommunikation | Gefühle und Bedürfnisse regelmäßig ansprechen | Missverständnisse vermeiden und gegenseitiges Verständnis fördern |
| Verteilung überprüfen | Aufgaben und Verantwortlichkeiten gemeinsam durchsprechen | Ungleichgewichte erkennen und neu ausbalancieren |
| Emotionale Selbstfürsorge | Eigene Grenzen achten und Zeit für sich einplanen | Überlastung reduzieren und innere Balance stärken |
| Freundschaften pflegen | Jeder Partner investiert in eigene soziale Kontakte | Entlastung der Beziehung und vielfältige Unterstützung |
| Professionelle Begleitung | Paartherapie oder Beratung in Anspruch nehmen | Muster aufbrechen und konstruktive Lösungswege entwickeln |
Praktische Beispiele für Lösungen
Um es Ihnen leichter zu machen, diese eher abstrakten Tipps im Alltag umzusetzen, finden Sie hier zu jedem Ansatz ein praktisches Beispiel.
Offene Kommunikation
Probieren Sie es aus: Setzen Sie sich als Paar bewusst einen festen Termin in der Woche, vielleicht sonntagabends bei einer Tasse Tee. Fragen Sie einander: Was hat dich diese Woche gefreut? Wo hättest du dir mehr Unterstützung gewünscht? So wird aus einem kurzen Gespräch ein Ritual, das Nähe und Verständnis schafft.
Verteilung überprüfen
Nehmen Sie als Paar Stift und Papier und schreiben Sie einfach alle Aufgaben in eine Liste, vom Einkauf bis zu den Gesprächen mit Freunden. Beim gemeinsamen Durchgehen merken Sie schnell, wie die Verteilung wirklich aussieht. Oft entsteht dabei ein Aha-Moment, der Türen öffnet, Aufgaben fairer zu verteilen und Wertschätzung zu zeigen.
Emotionale Selbstfürsorge
Gönnen Sie sich als Paar bewusst kleine Freiräume. Vielleicht entscheidet einer von Ihnen: Donnerstagabend ist mein Abend nur für mich. Ob Sport, ein Treffen mit Freundinnen oder einfach Ruhe, der andere übernimmt in dieser Zeit die Verantwortung. Dieses Ritual macht deutlich: Meine Bedürfnisse zählen, und ich darf für mich sorgen.
Freundschaften pflegen
Überlegen Sie gemeinsam: Wann haben Sie zuletzt einen guten Freund oder eine gute Freundin getroffen? Vereinbaren Sie feste Zeiten, in denen jeder von Ihnen eigene Kontakte pflegt. So tragen Sie beide dafür Sorge, dass nicht die gesamte emotionale Last auf der Partnerschaft liegt. Oft spüren Paare schnell, wie befreiend und stärkend ein breiteres soziales Netz ist.
Professionelle Begleitung
Und wenn es trotz aller Bemühungen nicht weitergeht? Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. In einer Paartherapie können Sie in einem geschützten Rahmen offen über Verletzungen sprechen und gemeinsam neue Strategien entwickeln. Viele Paare berichten, dass sie dort zum ersten Mal seit Langem wieder konstruktiv ins Gespräch gekommen sind.
Diese Beispiele zeigen, wie die theoretischen Ansätze im Alltag lebendig werden können. Schon kleine Schritte, wie regelmäßige Gespräche oder das bewusste Einplanen von Zeit für beide, machen einen spürbaren Unterschied.
Konkrete Schritte für Männer
Männer, die aktiv gegen Mankeeping vorgehen möchten, können selbst viel bewegen. Die unsichtbare Beziehungsarbeit muss nicht einseitig verteilt bleiben. Hier sind konkrete Ansätze:
- Eigene Freundschaften aufbauen: Investieren Sie bewusst in männliche Freundschaften. Verabreden Sie sich regelmäßig mit Freunden, auch ohne Ihre Partnerin. Teilen Sie persönliche Themen mit vertrauten Menschen außerhalb der Partnerschaft. Das entlastet nicht nur Ihre Beziehung, sondern bereichert auch Ihr eigenes Leben.
- Emotionale Kompetenzen entwickeln: Lernen Sie, Ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Fragen Sie sich regelmäßig: Wie geht es mir gerade wirklich? Was brauche ich? Üben Sie, diese Gefühle auch anderen mitzuteilen, nicht nur Ihrer Partnerin. Das stärkt Ihre emotionale Autonomie und entlastet die Beziehung.
- Soziale Verantwortung übernehmen: Übernehmen Sie aktiv die Organisation sozialer Aktivitäten. Denken Sie an Geburtstage im gemeinsamen Freundeskreis, planen Sie Treffen oder kümmern Sie sich um Geschenke. Fragen Sie Ihre Partnerin proaktiv nach ihrem emotionalen Befinden und hören Sie zu, ohne sofort Lösungen anzubieten.
- Initiative ergreifen: Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Partnerin Probleme anspricht. Nehmen Sie wahr, wenn etwas in der Beziehung nicht stimmt, und sprechen Sie es von sich aus an. Diese Eigeninitiative zeigt, dass Sie die emotionale Verantwortung mittragen.
Kritische Betrachtung von Mankeeping
So hilfreich das Konzept Mankeeping ist, um unsichtbare Beziehungsarbeit sichtbar zu machen, es hat auch Grenzen. Manche Kritikerinnen und Kritiker betonen, dass der Begriff Gefahr läuft, Männer pauschal als passiv oder unsensibel darzustellen. Andere weisen darauf hin, dass es in jeder Beziehung sehr unterschiedliche Dynamiken gibt und starre Zuschreibungen eher trennen als verbinden können.
Es gibt auch den Gegenbegriff „Womankeeping„, der Situationen beschreibt, in denen Männer emotionale Arbeit für Frauen leisten. Dies zeigt, dass emotionale Ungleichgewichte in beide Richtungen auftreten können, auch wenn Mankeeping statistisch häufiger vorkommt.
Wichtig ist deshalb, Mankeeping nicht als Vorwurf zu nutzen, sondern als Einladung zum Gespräch. Fragen Sie sich gemeinsam: Wo erkennen wir uns in dieser Beschreibung wieder? Wo passt sie gar nicht zu uns? Auf diese Weise wird der Begriff nicht zu einer Schublade, sondern zu einem Werkzeug, das helfen kann, über Bedürfnisse und Erwartungen ins Gespräch zu kommen.
Auch zeigt die Erfahrung: Veränderungen brauchen Zeit. Wer heute beginnt, Verantwortung anders zu verteilen, wird nicht morgen eine perfekte Balance haben. Aber die bewusste Auseinandersetzung eröffnet neue Wege, und genau darin liegt der eigentliche Wert des Konzepts.
Der Weg zu einer ausgewogenen Partnerschaft
Mankeeping sichtbar zu machen, ist nur der erste Schritt. Entscheidend ist, wie Paare mit diesem Wissen umgehen. Vielleicht erkennen Sie sich in manchen Beschreibungen wieder, vielleicht auch nicht. Wichtig ist, dass Sie ins Gespräch kommen und gemeinsam prüfen, was für Ihre Beziehung passt.
Jede Veränderung beginnt klein: ein offenes Wort, eine bewusst geteilte Aufgabe, ein neuer Blick auf alte Muster. Diese kleinen Schritte können den Unterschied machen und aus einer belasteten Beziehung wieder eine tragfähige Partnerschaft wachsen lassen. Die emotionale Arbeit in einer Beziehung fair zu verteilen bedeutet nicht, dass alles fifty-fifty aufgeteilt werden muss. Es geht vielmehr darum, dass beide Partner sich gesehen, gehört und unterstützt fühlen.
Gemeinsam können Sie aus alten Mustern ausbrechen und eine Partnerschaft gestalten, in der beide Partner emotional getragen und gestärkt werden. Der erste Schritt beginnt heute mit einem offenen Gespräch. Wenn Sie spüren, dass Sie dabei Unterstützung brauchen, stehe ich Ihnen gerne zur Seite.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Mankeeping und Mental Load?
Mental Load bezeichnet die unsichtbare Denkarbeit im Alltag, wie das Planen von Einkäufen, Arztterminen oder Haushaltsaufgaben. Mankeeping hingegen fokussiert sich auf die emotionale und soziale Beziehungsarbeit, also das Pflegen von Freundschaften, das Anstoßen wichtiger Gespräche oder die emotionale Unterstützung des Partners. Beide Konzepte können sich überschneiden, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Betrifft Mankeeping nur heterosexuelle Beziehungen?
Obwohl der Begriff hauptsächlich im Kontext heterosexueller Partnerschaften erforscht wurde, kann ungleich verteilte emotionale Arbeit in allen Beziehungsformen auftreten. Die spezifischen gesellschaftlichen Rollenerwartungen, die zu Mankeeping führen, sind jedoch besonders in heterosexuellen Beziehungen ausgeprägt. In gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zeigen sich oft andere Dynamiken der Aufgabenverteilung.
Ist Mankeeping immer problematisch?
Nicht automatisch. In manchen Phasen einer Beziehung kann es sinnvoll sein, dass ein Partner temporär mehr emotionale Arbeit übernimmt, etwa bei Krankheit oder beruflicher Belastung des anderen. Problematisch wird Mankeeping erst, wenn es zum Dauerzustand wird und zu Überlastung, Frustration oder Unzufriedenheit führt.
Wie erkenne ich, ob in meiner Beziehung Man- oder Womankeeping stattfindet?
Typische Anzeichen sind: Ein Partner organisiert alle sozialen Aktivitäten, erinnert an wichtige Termine, ist alleiniger Ansprechpartner für emotionale Themen oder pflegt die Kontakte zu beiden Familien. Wenn Sie sich fragen "Wer würde es merken, wenn ich diese Aufgabe nicht mehr übernehme?", gibt die Antwort oft Aufschluss über die Verteilung.
Können auch Männer von Mankeeping betroffen sein?
Ja, auch wenn es statistisch seltener vorkommt. Manche Männer übernehmen die komplette emotionale Arbeit in ihrer Beziehung, was als "Womankeeping" bezeichnet wird. Unabhängig vom Geschlecht ist eine einseitige Verteilung emotionaler Arbeit belastend und sollte thematisiert werden.
Wie spreche ich das Thema Mankeeping in meiner Beziehung an?
Wählen Sie einen ruhigen Moment und vermeiden Sie Vorwürfe. Beginnen Sie mit Ihren eigenen Gefühlen und Beobachtungen: "Mir ist aufgefallen, dass..." oder "Ich fühle mich manchmal überfordert mit...". Schlagen Sie vor, gemeinsam zu schauen, wie die emotionale Arbeit verteilt ist und wie beide Partner sich mehr einbringen können.
Wann sollten wir professionelle Hilfe suchen?
Wenn Gespräche über Mankeeping regelmäßig in Streit enden, einer der Partner sich dauerhaft überlastet fühlt oder die Thematik zu emotionaler Distanz führt, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein. Eine Paartherapie bietet einen neutralen Raum, um neue Kommunikationsmuster zu entwickeln und faire Lösungen zu finden.
Mein Name ist Manfred Heiber
✓ Systemischer Therapeut (DGSF)
✓ Paartherapeut und Mediator
✓ Über 30 Jahre Erfahrung
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